IT Health Checks: So bleibt Ihre Infrastruktur fit für die Zukunft

Digitale Infrastruktur
Bernhard Rechberger

Die Anforderungen an IT-Infrastrukturen haben sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Hybride Arbeitsmodelle, Cloud-First-Strategien und der Einsatz von KI-gestützten Anwendungen erhöhen die Komplexität der Unternehmens-IT erheblich. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Sicherheit, Verfügbarkeit und Nachhaltigkeit.

Mit einem strukturierten IT Health Check stellen Unternehmen sicher, dass ihre Infrastruktur auch in Zukunft leistungsfähig, sicher und kostenoptimiert bleibt – ganz gleich, ob On-Premises, in der Cloud oder in hybriden Umgebungen. In diesem Beitrag erfahren Sie, warum IT Health Checks heute unverzichtbar sind, welche Schwerpunkte sie je nach Infrastruktur haben und wie ein moderner Health Check abläuft.

5 zentrale Vorteile eines modernen IT Health Checks

Ein IT Health Check liefert ein ganzheitliches Lagebild des aktuellen Zustands einer IT-Infrastruktur. Ziel ist es, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen, Risiken zu minimieren und Optimierungspotenziale zu heben. Ein professioneller IT Health Check bietet unter anderem diese fünf zentralen Vorteile: 

  1. Abgleich mit den Unternehmenszielen: Durch den Health Check finden Unternehmen heraus, inwiefern die Infrastruktur den operativen Anforderungen genügt.

  2. Sicherstellung einer zukunftsfähigen Infrastruktur: Ein Health Check zeigt auf, welche Systeme in der Zukunft zum Flaschenhals werden könnten und schafft so die Grundlage für den rechtzeitigen Ausbau der Infrastruktur.

  3. Innovationstreiber: Der Health Check offenbart Innovationspotenziale und macht sichtbar, wo sich eine Integration neuer Technologien auszahlen kann.

  4. Beseitigung von Fehlern: Im Health Check systematisieren Unternehmen die Suche nach Fehlerquellen und Optimierungspotenzialen bei der Verteilung der Serverlast.

  5. Gewährleistung von Compliance: Der Health Check überprüft Prozesse zur Freigabe und Sicherung von Daten. Damit sorgt er für die Einhaltung interner Compliance-Regeln und Sicherheitsanforderungen einer komplexen, sich verändernden Infrastruktur.

Wie der Infrastruktur-Typ den Fokus des IT Health Checks bestimmt

Je nach Art der Infrastruktur verfolgt der Health Check folgende Schwerpunkte und Zielsetzungen: 

  • On-Premises
    Bei On-Premises-Systemen steht die physische Infrastruktur im Fokus. Der Health Check umfasst:

    • Hardware-Performance und Kapazitätsplanung
    • Virtualisierung, Backup-Strategien und Netzwerk-Topologie
    • Sicherheit der lokalen Systeme, z. B. Patch-Stand, Zugriffskontrollen und Endpoint Protection
    • Integration in hybride Szenarien und Data-Gateways zu Cloud-Diensten
  • Hybrid
    Hybrid-Infrastrukturen bilden heute den Standard in vielen Unternehmen. Hier liegt der Fokus auf:

    • Datenfluss und Synchronisation zwischen Cloud und On-Premises
    • Netzwerklatenz, VPN-Performance und Identity Management
    • Konsistenz von Backup- und Recovery-Prozessen
    • Sicherheitsüberwachung über Cloud- und lokale Systeme hinweg (SIEM, SOC, MDR)
  • Cloud
    Bei Cloud-Umgebungen stehen Konfiguration, Sicherheit und Kosten im Mittelpunkt. Moderne Health Checks prüfen:

    • Security Posture (CSPM, CIEM, CWPP)
    • Compliance (z. B. DSGVO, ISO 27001, NIS2)
    • Kosten- und Ressourcenmanagement (FinOps-Praktiken)
    • Automatisierungs- und Observability-Tools (z. B. CloudWatch, Azure Monitor, Datadog)

Wie läuft ein moderner IT Health Check ab?

Während beim Monitoring akute operative Probleme im Mittelpunkt stehen, analysieren Unternehmen bei einem Health Check die Infrastruktur als Ganzes, um potenzielle Problemfelder zu identifizieren und proaktiv zu beseitigen. Diesbezüglich empfehlen wir unseren Kunden die Durchführung eines Health Checks in Abständen von sechs bis zwölf Monaten. Der zeitliche Aufwand für diesen Vorgang beläuft sich auf zwei bis drei Tage und umfasst bei corner4 die folgenden vier Schritte: 

  1. Vorabstimmung: Im Vorgespräch klären wir die spezifischen Erwartungen des Unternehmens und dokumentieren relevante Änderungen seit dem letzten Health Check.

  2. Systeme überprüfen: Beim Health Check ermitteln wir zunächst, ob die Server alle nötigen Funktionen in ausreichender Geschwindigkeit zur Verfügung stellen und identifizieren mögliche Flaschenhälse. Anschließend überprüfen wir das System auf fällige Updates und machen lizenzrechtliche Implikationen von Third-Party-Addons sichtbar, sofern diese eingesetzt werden.

  3. Empfehlungen ableiten: Ausgehend von der Analyse entwickeln wir eine Liste mit Empfehlungen und priorisieren durch ein intuitives Ampelsystem die fälligen Maßnahmen nach Dringlichkeit, z.B. veraltete Zertifikate, fehlerhafte Richtlinien, ungenutzte Cloud-Ressourcen.

  4. Nachbesprechung: In einem abschließenden Meeting besprechen wir die Ergebnisse des Health Checks und legen den Rahmen für die interne oder externe Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen fest. 

Mein Fazit: IT Health Checks als Schlüssel zur digitalen Resilienz

Eine leistungsfähige IT ist heute der Motor jedes erfolgreichen Unternehmens. Mit einem modernen IT Health Check gewährleisten Sie nicht nur Stabilität und Sicherheit, sondern schaffen zugleich die Grundlage für eine effektive Kostenkontrolle und langfristige Zukunftsfähigkeit.

Ob On-Premises, Cloud oder Hybrid – ein ganzheitlicher, datenbasierter Health Check zeigt Ihnen, wo Ihre IT-Infrastruktur heute steht und wie Sie sie gezielt weiterentwickeln können.

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Bernhard Rechberger
Bernhard Rechberger

Bernhard Rechberger ist seit 2017 Key Account Manager bei corner4. Bereits seit 2011 begleitet Bernhard Kunden bei Projekten im Bereich Cloud Services und Software Solutions. Im Vertrieb bleibt er für Sie am Ball, um Ihnen die effizientesten Lösungen anzubieten.

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