Virtuelle Server Infrastruktur in der Cloud: Vorteile & Herangehensweise

Digitale Infrastuktur
Martin Atteneder

Die Cloud ist nicht mehr zu stoppen. In den letzten zehn Jahren hat sich die Nutzung von Cloud-Computing mehr als verdoppelt. Mit dem Umzug zu einem Cloud-Anbieter wie Microsoft Azure können Unternehmen auf teure und wartungsintensive lokale Serverhardware verzichten. Mehr über die Vorteile virtueller Server in der Cloud und die wichtigsten Schritte auf dem Weg zur modernen Cloud-Infrastruktur haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Virtuelle Server Infrastruktur: 5 Vorteile für Unternehmen

Durch die Digitalisierung muss die IT-Infrastruktur ständig größeren Anforderungen gerecht werden und zeigt immer deutlicher ihre Limitationen. Im Vergleich zu On Premises-Lösungen bieten virtuelle Server in der Cloud diese 5 Vorteile:

  • Weniger Ressourcen: Durch virtuelle Server fällt der finanzielle und zeitliche Aufwand für die Beschaffung und Wartung der Server-Hardware weg und es entstehen nur noch die Mietkosten für die Infrastruktur. Dadurch muss hochqualifiziertes Personal weniger Zeit mit unproduktiven Wartungsaufgaben verbringen und kann für hochwertigere Tätigkeiten eingesetzt werden.
  • Ausfallsicherheit: Große Rechenzentren und Serverfarmen sind durch mehrfache Redundanzen vor Ausfällen gesichert, sodass die Ausfallzeit minimiert wird.
  • Erweiterbarkeit: Statt neue Hardware anzuschaffen, können virtuelle Server bei Bedarf sofort erweitert werden.
  • Dauerhafte Verfügbarkeit: Daten und Services auf virtuellen Servern sind von jedem Ort der Welt aus dauerhaft verfügbar, während die Nutzung bei einer lokalen Infrastruktur unter Umständen nur innerhalb des Unternehmensnetzwerks selbst stattfinden kann.
  • Geo-Redundanz: Bei Umweltkatastrophen oder anderen großflächigen Ereignissen sind lokale bzw. regionale Redundanzen nicht ausreichend, um den Betrieb der Infrastruktur zu gewährleisten. Cloud-Anbieter wie Microsoft betreiben ihre Azure-Server weltweit in verschiedenen Rechenzentren, sodass Unternehmen mit dem Wechsel in die Cloud auch die Geo-Redundanz gewährleisten.

Sicherheitskonzept nicht vergessen

Auch mit einer virtuellen Serverinfrastruktur ist ein umfassendes Sicherheitskonzept zur Abdeckung dieser beiden zentralen Risiken dringend empfohlen:

  • Datenverlust: Redundanzen schützen das Unternehmen vor temporären Ausfällen aufgrund technischer Probleme mit der Infrastruktur, aber nicht vor Datenverlust durch nachlässige Mitarbeiter oder bösartige Akteure. Nur regelmäßige Backups erlauben dem Unternehmen, bei Datenverlust ein Abbild der Daten einzuspielen und den reibungslosen Betrieb zu gewährleisten.
  • Cyberangriffe: Die Cyberkriminalität professionalisiert sich zunehmend und mehr als jedes 2. Unternehmen in Österreich war bereits von einem Angriff betroffen. Eine wichtige Verteidigungslinie ist die Firewall, welche den Datenverkehr innerhalb des Unternehmensnetzwerks überwacht, verdächtige Aktivitäten identifiziert und bösartige Attacken abwehrt. Mit einer Cloud-Infrastruktur können Unternehmen auf lokal installierte Firewalls verzichten und stattdessen auf eine Lösung für die gesamte Cloud setzen. Allerdings erhöht eine Firewall as a Service die wiederkehrenden Kosten für die IT-Infrastruktur.

Mit 5 Schritten in die Cloud

Die Nutzung der Cloud bietet eindeutige Vorteile, doch vor dem Umzug sollten Sie im Rahmen der Planung diese 5 Schritte bedenken:

1. Bestandsaufnahme durchführen: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die bestehende Backend-Infrastruktur. Nicht jeder Dienst ist in der Cloud am besten aufgehoben. Prüfen Sie daher, ob eine Hybrid Cloud Strategie für Ihr Unternehmen nicht zielführender wäre, z.B. aus Gründen der Kosten oder Compliance.

2. Daten priorisieren: Grundsätzlich ist ein schrittweiser Wechsel in die Cloud klug, um die neue virtuelle Umgebung zu testen und im Zweifel relativ einfach zurückwechseln zu können.

3. Security Strategie erstellen: Abhängig davon, welche Teile der Infrastruktur in die Cloud wechseln sollen, ergeben sich konkrete Sicherheitsanforderungen für die neue (Hybrid) Cloud Infrastruktur.

4. Personalbedarf klären: Für den Umzug benötigen Sie Experten, welche die Prozesse steuern und für einen reibungslosen Übergang sorgen. Finden Sie heraus, ob Sie dazu gegebenenfalls zusätzliche Expertise in Ihr Unternehmen holen müssen.

5. Budget festlegen: Auf Basis der erarbeiteten Strategie legen Sie im nächsten Schritt das Budget für das Transformationsprojekt fest.

Nach Abschluss der Planungsphase beginnen Sie mit dem Aufbau der Netzwerktechnik, der Einführung von Azure und Umsetzung der Sicherheitsstrategien sowie dem Umzug der Daten und Systeme. Nach dem gelungenen Wechsel sollten Ihre Mitarbeiter wie gewohnt mit allen Anwendungen arbeiten können.

Der richtige Cloud-Anbieter? Unser Tipp: Microsoft Azure

Microsoft Azure ist der zweitgrößte Cloud-Provider der Welt und hält mit seinem Ökosystem aus virtuellen Servern, Web-Apps, Datenbankdiensten, Workflow-Lösungen, Machine-Learning-Tools und mobilen Backends einen Marktanteil von 21 Prozent. Aus unserer Sicht ist Microsoft Azure die ideale Wahl für Unternehmen, die bereits Produkte wie die Power Platform im Einsatz haben oder in Zukunft damit arbeiten wollen. Aber natürlich hat auch Azure Nachteile: Unternehmen begeben sich in eine Abhängigkeit von Microsoft und sind zumindest mittelfristig an die Preissteigerungen oder geänderte Lizenzbedingungen des Herstellers gebunden.

Fazit: Profitieren auch Sie von den Vorteilen der Cloud

Virtuelle Server bieten Unternehmen eine wartungsarme, ausfallsichere und leicht erweiterbare Infrastruktur zu niedrigen Einstiegskosten. Der Umzug selbst ist mit der richtigen Planung und Sicherheitsstrategie für fast jedes Unternehmen machbar. Für den Endnutzer ändert sich gleichzeitig überhaupt nichts, denn er arbeitet weiter mit seinen gewohnten Anwendungen.

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