5 unschlagbare Tipps, wie Sie den IT-Leiter für innovative Technologien an Bord holen

Digitale Infrastuktur | Management
Paul Klapka

Durch einen Tipp ist Max, Leiter der Vertriebsabteilung, auf eine CRM-Software aufmerksam geworden, mit der sich seiner Meinung nach Prozesse innerhalb der Abteilung spürbar optimieren lassen. Die Kollegen sind begeistert, der Preis überraschend günstig und Max stellt die innovative Technologie voller Enthusiasmus dem IT-Verantwortlichen vor. Der CIO teilt Max’ Enthusiasmus allerdings überhaupt nicht und bringt ein Argument nach dem anderen hervor, das gegen eine neue Software spricht: Sicherheitsbedenken, hohe Kosten, fehlende Kapazitäten. Und überhaupt: „In der jetzigen Situation genehmigt die Geschäftsführung das nie im Leben.”

Eine hitzig diskutierte Stunde und eine emotionslose Ablehnung später steht Max frustriert und einigermaßen ratlos mit seinen perfekt vorbereiteten Flipcharts unter dem Arm vor der Tür. Warum hat der CIO so abweisend reagiert und wie lässt er sich doch noch an Bord holen?

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Warum verschließt sich der IT-Leiter?

Die Informationstechnologie bildet einen zentralen Faktor im digitalisierten Unternehmen, denn ihr reibungsloses Funktionieren stellt die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg dar. Kein Wunder also, wenn der CIO wie ein Zerberus über die Datenintegrität wacht. Immerhin ist er verantwortlich für Sicherheit und Performance, was umgekehrt bedeutet: wenn etwas nicht funktioniert, ist erst einmal die IT schuld.

Es ist daher gleich aus mehreren Gründen schwierig, den IT-Leiter für innovative Technologien an Bord zu holen:

  • Gefangen im Tagesgeschäft:
    Sicherheit, Uptime, Service u.v.m. Mit einem Minimum an Ressourcen und Mitarbeitern soll ein Maximum an Performance in vielen IT-Abteilungen gewährleistet werden. Im Tagesgeschäft bleibt da oft wenig Raum für Innovation und neue Perspektiven.
  • Zum Systemerhalter degradiert:
    Immer wieder wird die IT-Verantwortung auf das Bereitstellen der Infrastruktur reduziert – die bimodale IT bleibt ein frommer Wunsch. Wo allerdings die agile Komponente fehlt, sind auch innovative Projekte, wie automatisierte Workflows oder Dokumentenablage, schwer umsetzbar.
  • Zero Trust:
    Änderungen in der IT-Landschaft bergen immer ein gewisses Risikopotenzial. Geht etwas schief, ist man mit Schuldzuweisungen schnell zur Hand. Für den IT-Verantwortlichen kommt es dann darauf an, auf welcher Seite des Zeigefingers er steht. Also geht er lieber auf Nummer sicher und lässt im Zweifel alles so, wie es ist.
  • Jedem seine Extrawurst:
    Auf Zuruf soll jeder IT-Wunsch sofort erfüllt werden – ohne zusätzliche Budgets für Recherche und Security-Checks eine Harakiri-Aktion. Dass der CIO Sicherheitsaspekte nicht aus Bösartigkeit so stark im Auge behält, wird dabei gerne übersehen.
  • Bullshit-Info-Overload:
    „Mein E-Mail-Postfach ist voll […] der PC ist schon wieder abgestürzt […] die beim Schwager in der Firma eingesetzte Software ist viel besser […] übrigens: den letzten Testbericht im c’t schon gelesen?” An die IT wird vieles herangetragen, was nicht immer gewinnbringend ist. Dabei ernstgemeinte Anträge sofort zu erkennen, ist mitunter eine wahre Herausforderung.
  • Galoppierende Komplexität:
    Die Digitalisierung vervielfacht die IT-unterstützten Prozesse im Unternehmen. Doch immer komplexere Systeme erfordern auch immer neue Kompetenzen, die in der hauseigenen IT-Abteilung nicht immer vorhanden sind.

Es gibt viele Gründe, warum der IT-Leiter die vorgeschlagene neue Lösung erst einmal abweist. Doch kein Grund gleich aufzugeben, denn es gibt ein paar gut funktionierende Tricks, um den CIO doch noch von der neuen Software zu überzeugen.

 

5 Tipps, wie Sie den IT-Leiter an Bord holen

Tipp #1: Kommunizieren Sie fachlich und menschlich auf Augenhöhe.

Empathie und ein wenig Fachwissen sind wahre Türöffner, wenn Sie andere von Ihren eigenen innovativen Ideen überzeugen möchten. Wenn Sie nicht aus der IT kommen, dann holen Sie sich das notwendige Hintergrundwissen bei einem Partner Ihres Vertrauens. Dieser kann Ihnen alle Informationen bereitstellen, damit der IT-Leiter eine faktenbasierte Entscheidungsgrundlage hat. Seien es Sicherheitsstandards, Nachhaltigkeitsaspekte oder ISO-Normen der neuen Technologie, die Sie sich für Ihre Abteilung wünschen. Kombiniert mit Ihren eigenen Anforderungen erkennt der CIO auf diese Weise den Nutzen für beide Teams sowie für das Unternehmen.

Tipp #2: Bieten Sie dem IT-Verantwortlichen eine Perspektive.

Eine Begegnung auf Augenhöhe bedeutet auch gemeinsam in die Zukunft zu schauen. Hierzu zählen mögliche Szenarien, Trends und Expertenwissen, die Sie in einer Roadmap zusammenstellen können. Auch hierbei kann Sie ein erfahrener IT-Partner unterstützen, denn der neutrale Blick von außen eröffnet mitunter ungeahnte Pfade, ohne gleich das gesamte Universum neu erfinden zu wollen. So wird es beispielsweise schwer, den CIO von heute auf morgen von den Vorteilen der Cloud zu überzeugen. Erste gemeinsame Schritte in Richtung Hybrid Cloud, die von IT-Spezialisten begleitet werden, können ihm allerdings durchaus realistisch und sinnvoll erscheinen.

Tipp #3: Begeistern Sie den CIO für eine gemeinsame Vision.

Manchmal braucht es eine gemeinsame Vision, in die sich die neue Technologie perfekt einfügt. Holen Sie den IT-Leiter also nicht primär für Ihre neue Software an Bord, sondern für eine geteilte Zukunftsvision. Lautet diese etwa zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten für alle Mitarbeiter, so ist Microsoft 365 nicht mehr nur eine Office Lösung, sondern ein essenzielles Instrument, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.

Gut zu wissen:

In unseren 4-stündigen Workshops zeigen wir IT-Verantwortlichen neue Möglichkeiten auf. Denn manchmal reicht schon ein kleiner Perspektivenwechsel und der neutrale Blick von außen. Unsere Experten hören zu, analysieren die Ist-Situation und ermöglichen dadurch eine neue Sicht auf eingefahrene Muster.

Tipp #4: Lösen Sie ein Problem für die IT-Abteilung.

“Frage nicht, was die IT-Abteilung für Dich tun kann. Frage, was Du für die IT-Abteilung tun kannst.“ Versuchen Sie herauszuarbeiten, inwieweit die neue innovative Technologie nicht nur ihre eigenen Probleme löst, sondern auch die des IT-Verantwortlichen und seines Teams, z. B.

  • entlastet sie die IT an bestimmten Stellen?
  • ist sie kosteneffizienter als die bestehende Lösung?
  • bietet sie viele Security Features?
  • erlaubt sie mehr Verantwortung auf User-Seite statt auf IT-Seite?

 

Tipp #5: Geben Sie nicht frühzeitig auf.

IT-Verantwortliche halten gerne an gewohnten Mustern fest. Ganz nach dem Motto “Never change a running system”. Geben Sie trotzdem nicht zu früh auf, sondern wiederholen Sie Ihr Anliegen ein ums andere Mal und zeigen Sie Fakten auf, z. B.

  • Trends und Marktentwicklungen
  • Evaluierung der eigenen Position anhand von Benchmarks
  • Vergleiche mit Mitbewerbern
  • Fachwissen und Branchenkenntnis

 

Fazit: den IT-Leiter mit Empathie & Fachwissen an Bord holen

Der CIO ist eine vielbeschäftigte Person, die schnell ins Kreuzfeuer der Geschäftsführung und/oder Mitarbeiter gerät. Helfen Sie dem IT-Verantwortlichen daher eine gute faktenbasierte Entscheidung treffen zu können. Das technische Hintergrundwissen liefern Ihnen gerne unsere Experten, die Ihnen mit Vertrauen und Objektivität zur Seite stehen, wenn Sie Ihren IT-Leiter für innovative Technologien an Bord holen möchten.

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Paul Klapka
Paul Klapka

Paul Klapka ist seit Anfang 2021 vertrieblich für corner4 im Einsatz. Davor hat Paul corner4 Kunden als Consultant von der Konzeption bis zur Umsetzung durch Projekte begleitet. Mit dem Prozess im Sinn begeistert er Sie im Bereich Solution Sales.

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